In der Reihe Tangenten – Nachdenken über Fragen der Zeit werden aktuelle gesellschaftspolitische und philosophische Themen von namhaften ReferentInnen präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Matthias Schnetzer, Vortrag und Diskussion: Out of balance: Weshalb wir über Vermögensungleichheit sprechen sollten!

Donnerstag, 27. Februar 2020, 20:15 Uhr
Theater am Saumarkt

Die verfügbaren Daten und wissenschaftliche Auswertungen zeigen, dass die Vermögensungleichheit in Österreich sehr hoch ist. Einige wenige besitzen Reichtum in Milliardenhöhe, während die ärmere Hälfte der Bevölkerung sich nicht einmal 4 Prozent des gesamten Vermögens teilt. Was bedeutet diese Ungleichheit für die Gesellschaft, Wirtschaft und Demokratie? Und wie verfestigt sich Vermögensungleichheit auch durch Bildungsvererbung über Generationen hinweg?

Karl-Heinz Ott, Vortrag und Diskussion: Hölderlins Geister

Ein Dichter zwischen Weltkrieg, Heidegger und Rotem Stern

Karl-Heinz Ott über die Hölderlin Manien des 20. Jahrhunderts

Samstag, 28. März 2020, 20:15 Uhr
Theater am Saumarkt

Am Eingang des Tübinger Hölderlin-Turms stand jahrelang der Satz aufgesprüht: „Der Hölderlin isch et veruckt gwä!“ Ein Verrückter? Ein Revolutionär? Schwäbischer Idylliker? Oder der Vorreiter aller modernen Poesie? Friedrich Hölderlin, der Mann im Turm, ist umkämpft wie kein zweiter deutscher Dichter. Im 19. Jahrhundert fast vergessen, im 20. Jahrhundert vom George-Kreis wiederentdeckt, von den 68ern als Revolutionär gefeiert: In seinem so witzigen wie gelehrten Essay zeigt Karl-Heinz Ott Hölderlin als großen Spiegel Deutschlands. Tübingen ist der Rahmen; dort hat der Dichter den größten Teil seines Lebens zugebracht, dort geistert er bis heute faszinierend umher.

Margit Reiter, Vortrag und Gespräch: Die Ehemaligen. Der Nationalsozialismus und die Anfänge der FPÖ

Donnerstag, 02. April 2020, 20:15 Uhr
Theater am Saumarkt

Nach Kriegsende blieben zahlreiche überzeugte Nationalsozialisten ihrer Gesinnung treu und bewegten sich in einem gemeinsamen sozialen und politischen Erinnerungsmilieu. Viele dieser "Ehemaligen" organisierten sich bald wieder politisch und vertraten selbstbewusst ihre Agenda. In Österreich formierten sie sich vor allem im Verband der Unabhängigen (VdU) und in der 1956 gegründeten Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Margit Reiter zeichnet in ihrem Buch erstmals diesen politischen Formierungsprozess der "Ehemaligen" nach.